Dialog – gerade angesichts des Krieges

Anfang August hat der neue, 48. Jahrgang von „Studium in Israel“ in Jerusalem begonnen. Die vier im Januar ausgewählten Studierenden sind mit unserer Studienleitung, Ann-Kathrin und Dr. Milena Hasselmann, vor Ort, wurden im Gottesdienst in der Erlöserkirche am 3. August eingeführt und haben ihren Ulpan (dreimal in Gimel, einmal in Dalet) begonnen.

Wir sind als Vorstand und Studienleitung dankbar, dass es diesen Jahrgang gibt und auch 2025/26 Studierende in Jerusalem und an der Hebrew University Hebräisch lernen, in jüdische Traditionen und Gegenwarten eintauchen, aber selbstverständlich auch die immer komplexere und herausfordernde gesellschaftliche, religiöse und politische Lage in Israel und Palästina wahrnehmen werden.

Angesichts des Krieges in Gaza und der zunehmend eskalierenden Gewalt durch israelische Siedler in der Westbank gab und gibt es an Universitäten in Deutschland, in unseren Kirchen und auch in unserem Verein die Frage, wie und vereinzelt sogar: ob es sinnvoll und verantwortlich ist, unser Studienprogramm fortzusetzen. Wir haben über diese Frage intensiv nachgedacht und auch mit unseren Partnerinnen und Partnern in Jerusalem gesprochen. Einige von ihnen haben daraufhin ein Statement verfasst für Dialog und gegen jede Art von Boykott, das wir gerne weitergeben und hinter dem wir vollumfänglich stehen.

Wir danken unseren Kolleg:innen für ihre Worte und werden das Miteinander im Dialog und die Zusammenarbeit auch und gerade in diesen Zeiten aufrechterhalten.

Der Vorstand und die Studienleitung von „Studium in Israel“

Ergänzung am 07.10.2025: Auch die Regionalgruppe Berlin dankt den Unterzeichner*innen des Statements. Hier ist ihre Antwort nachzulesen.